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Pressemitteilung 23. Juni 2023 Unwetter mit Extremregen in Bremen

Stadtteile im Bremer Westen besonders betroffen

Am Donnerstag gab der Deutsche Wetter­dienst den ganzen Tag über ak­tua­li­sier­te Unwetter­warnungen für Bremen und Nie­der­sa­chen raus: starke Gewitter mit Stark- und Extrem­regen wurden angekündigt. Gegen Mitter­nacht erreichte die Unwetter­front Bremen, mit Stark- und Extrem­regenfällen. Das Unwetter zog über weite Teile der Stadt. Besonders betroffen waren die Stadt­teile Gröpelingen, Walle und auch Findorff. Während der Nacht­stunden re­gis­trier­ten die hanseWasser Regen­schreiber und die hanseWasser Radar­daten in Gröpelingen, Walle und Findorff bis zu 60 Liter pro Quadrat­meter. Das ist die durch­schnitt­li­che Regen­menge eines gesamten Monats.

Extremregen nicht ohne Folgen

Von 12 bis 23 Liter pro Qua­drat­me­ter in der Stunde spricht hanseWasser von einem Stark­regen­ereignis. Ab 24 Liter handelt es sich um einen Extrem­regen. Um diese großen Wasser­massen zügig abführen zu können, wurden alle technischen Mög­lich­kei­ten eingesetzt: Die Leistung der Abwasser­pumpen wurde planmäßig hoch­ge­fah­ren, umgehend wurden Entlastungs­kanäle und Regen­wasser­überlauf­becken gefüllt.

Ohne moderne und durch­dachte Computer­technologie ginge das nicht: Kanal­wasser­stände und Nieder­schlags­mengen werden automa­tisch erfasst und ausge­wertet, Wehr­klappen in Steuer­bauwerken der Kanäle sensor­gesteuert bewegt, um das Abwasser möglichst schnell abzuleiten. Nur so können die gewaltigen Mengen Abwasser gezielt gesteuert und kon­trol­liert werden. An einigen Stellen musste Misch­wasser in die bremischen Gewässer eingeleitet werden.

Trotzdem kam es an einigen Stellen zu Über­flutungen. Die Feuerwehr ver­zeich­ne­te in der Nacht über 400 Einsätze, überwiegend wegen Kellern, die unter Wasser standen. Auch der hanseWasser Not­dienst ist seit der Nacht im Einsatz, kon­trol­liert neur­al­gi­sche Punkte wie Unter­führungen und unterstützt die Feuerwehr und THW bei ihren Einsätzen. Betroffen sind auch die zwei über­flu­te­ten Unter­führungen am Utbremer Ring und in der Holsteiner Straße.

Wirksamer Schutz gegen Rückstau

Wichtig: Häuser mit einem wirksamen Rückstau­schutz und dem richtigen Schutz vor Ober­flächen­wasser müssen auch bei solchen Unwettern keine Über­flutungen fürchten. Denn gegen Über­flutung durch Ober­flächen­wasser und Rückstau aus dem Kanal kann man sich schützen. Die Expert*innen von hanseWasser beraten alle Haus­eigentümer*innen kostenlos, wie sie sich wirksam schützen können – vor Ober­flächen­wasser und Rückstau. Die hanseWasser Kunden­betreuung ist telefonisch erreichbar unter (0421) 988–1111.

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