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Innovative Forschung mit der Uni Bremen

Innovative Forschung

Besuch im Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) der Universität Bremen 
hanseWasser 3. Mai 2024

    Die Entfernung von Spu­ren­stof­fen und Me­di­ka­men­ten­rückständen aus dem Abwasser ist ein wichtiges Zukunfts­thema in der Abwasser­branche.

    Unter dem Dach des Zentrums für Um­welt­for­schung und nachhaltige Tech­no­lo­gien (UFT) der Universität Bremen werden derzeit Verfahren entwickelt, um Me­di­ka­men­ten­rückstände energie- und ressourcen­schonend aus dem kommunalen Abwasser her­aus­zu­fil­tern. An drei Umwelt­innovations­projekten sind wir gemeinsam mit dem Chemisch-Technischen La­bo­ra­to­ri­um Luers GmbH & Co. KG als in­dus­tri­el­le Pro­jekt­part­ner in Bremen beteiligt und fördern den Praxisbezug der For­schungs­ar­beit sowohl bei der Analytik als auch direkt in der Kläranlage, damit die er­ar­bei­te­ten Lösungen möglichst bald eine Anwendung in der Abwasser­branche finden.

    Um­welt­se­na­to­rin Katrin Moosdorf hat gemeinsam mit unserem Ge­schäfts­füh­rer Florian Franz und weiteren Mitarbeiter*innen von hanseWasser Ende April 2024 das UFT besucht und sich über die Um­welt­pro­jek­te informiert. Die Um­welt­se­na­to­rin zeigte sich beeindruckt von den innovativen Ansätzen der Forschungs­projekte und über die enge Kooperation des UFT mit Unternehmen – wie auch mit hanseWasser.

    Das UFT ist nah dran an den Problemen unserer Zeit. Mich be­ein­dru­cken die ver­schie­de­nen innovativen Ansätze und die enge Kooperation mit Unternehmen. So können wis­sen­schaft­li­che Ergebnisse schnellen und praktischen Nutzen haben. Das ist angewandte Forschung, die wir sehr dringend brauchen, denn eine gute Abwasser­entsorgung ist für uns alle von großer Bedeutung.

    Die In­no­va­ti­ons­pro­jek­te sind eine Ergänzung zu den bekannten Verfahren der so genannten vierten Rei­ni­gungs­stu­fe, mit Ozon und Aktivkohle, für die wir in Bremen gerade eine Machbar­keits­studie erstellen.

    Die drei Projekte im Kurz­über­blick:

    1. In einem Projekt versuchen die Wis­sen­schaft­ler*innen mit Hilfe von Pilz­kul­tu­ren, Abwässer zu reinigen. Im Labor wurden bisher die Bedingungen zur Kul­ti­vie­rung des Pilzes erforscht und es gab bereits erste Ergebnisse für den er­folg­rei­chen Abbau des Schmerz­mittels Diclofenac aus dem Abwasser. 

    2. Ein weiterer Ansatz beschäftigt sich damit, Spu­ren­stof­fe durch Bindung an gängige Kunststoff­materialien aus dem Abwasser zu filtern. Dazu wurden eine Vielzahl von Polymeren getestet und die wirksamsten in dem Technikum unserer Kläranlage Seehausen in kleinem Maßstab erprobt.

    3. Die dritte For­schungs­me­tho­de beschäftigt sich mit einem elek­tro­che­mi­schen Verfahren, welches für die Abtrennung und evtl. sogar Rück­ge­win­nung von Mi­kro­schad­stof­fen erprobt wird. Das Projekt startet in Kürze. 

    Kläranlage Seehausen

    Gefördert werden die drei Projekte über die „Angewandte Um­welt­for­schung (AUF)” und das „Programm zur Förderung an­wen­dungs­na­her Um­welt­tech­ni­ken (PFAU)” des Um­welt­res­sorts, die von der BAB – Die Förderbank in der Stadt Bremen umgesetzt werden. Ein Großteil der ein­ge­setz­ten För­der­mit­tel kommt dabei aus dem Eu­ro­päi­schen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). 

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